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Ron Kellermann

Geschichten können die Welt verbessern. Wenn sie gut sind, stiften sie Identität, konstituieren und stabilisieren sie Gemeinschaften, geben Antworten auf die Fragen „Wie soll ich leben?“ und „In welcher Gemeinschaft wollen wir leben?“, vermitteln uns Hoffnung auf ein besseres Leben, Orientierung in einer chaotischen Welt und Sicherheit in unserem vagen Dasein. Sie helfen uns, herauszufinden, warum wir hier sind und wo wir hinsollen und stiften (Lebens)Sinn. Diese Kraft des Geschichten- erzählens ist der Grund, warum ich Storytelling betreibe: weil ich die Welt verbessern will. Nötig hat sie es.

Kurz

Studiert habe ich Philosophie, Medien- und Kommunikationswissenschaften und Germanistik (M.A.) in Mannheim.

Seit 2001 arbeite ich in der Drehbuchentwicklung für Spielfilme, seit 2004 freiberuflich als Filmdramaturg, Drehbuchdozent und Autor. Bis 2017 habe ich über 250 Autorinnen und Autoren bei der Entwicklung ihrer Drehbücher dramaturgisch beraten und über 350 Dramaturgieseminare und Stoffentwicklungswork- shops geleitet.

2006 ist mein erstes Buch erschienen: Fiktionales Schreiben – Geschichten entwickeln, Schreiben verbessern, Kreativität steigern (Emons Verlag).

Seit 2007 beschäftige ich mich mit dem Thema Storytelling und habe die Methode des Professionellen Storytellings – des Storythinkings – entwickelt, die ich in meinem zweiten Buch Das Storytelling-Handbuch – Professionelles Storytelling in Theorie und Praxis präsentiere (Midas Verlag).

Seit 2014 bin ich Senior Consultant Storytelling im Expertennetzwerk von die firma . experience design aus Wiesbaden.

Seit dem gleichen Jahre führe ich gemeinsam mit dem Drehbuchautor und Dramaturg Arno Stallmann den Dramaturgie-Blog filmschreiben.de.

Neben meinen Büchern und Blogs schreibe ich außerdem Artikel für die AutorInnen-Zeitschrift Federwelt und für die online-Publikation Carta.

Zu meinen Auftraggebern zählen unter anderem: ARD.ZDF.Medienakademie, Axel Springer Akademie, die firma . experience design, Goethe-Institut München, Hochschule Rhein-Main Wiesbaden, ifs – internationale filmschule köln, Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz, Macromedia – Hochschule für Medien und Kommunikation Köln, Mediacampus Hannover, Neue Züricher Zeitung TV, ProSiebenSat 1 Media (Galileo – das ProSieben Wissensmagazin), UFA Show & Factual, Universität Düsseldorf, Universität Mannheim

Lang

2007 klagte mir ein Freund aus vollem Herzen seinen Liebeskummer. Als seine Endlosschleife zu nerven begann, schlug ich ihm vor, seinen Kummer als Spielfilm zu betrachten und dramaturgisch zu analysieren.

Das Ergebnis war überzeugend: Er erkannte, wie es so weit kommen konnte, verstand, was sein Anteil daran war und entwickelte neue Handlungsoptionen, mit denen er seine Liebesstory zu einem Happy End führen wollte. Das gelang ihm zwar nicht, aber er kam recht schnell darüber hinweg.

Erkennen, Verstehen und Gestalten sind drei zentrale Begriffe des Professionellen Storytellings: Was ist es? Wie ist es so geworden? Wie kann es weiterentwickelt werden?

Für mich war dieses Telefonat der Startschuss, mich mit dem Thema Storytelling zu beschäftigen. Dabei fiel mir auf, dass das, was in Büchern und Blogs zum Thema geschrieben wird, aus filmdramaturgischer Sicht (meistens) zwar nicht falsch, aber bei weitem nicht alles ist, was es über das Entwickeln und Erzählen von Geschichten zu wissen gibt. Deshalb fing ich an, ein Seminar-, Workshop- und Beratungsangebot zu entwickeln, aus dem die Methode des Professionellen Storytellings – des »Storythinkings« – entstanden ist – eine Methode, die in der fiktionalen Dramaturgie wurzelt und deren Werkzeuge auf dreifache Weise anwendet:

  • um die Realität wahrzunehmen, zu verstehen und zu gestalten,
  • um relevante Themen zu identifizieren und relevante Inhalte dazu zu entwickeln und
  • um diese Inhalte als Story zu erzählen, die die Aufmerksamkeit der Menschen zieht, ihr Interesse bindet und befriedigt.

Zunächst konzentrierte ich mich auf das Thema Storytelling im Journalismus und auf die Frage:

Mit welchen Inhalten gelingt es Journalistinnen und Journalisten, die Entwicklung eines negativen Weltbildes bei den Menschen zu verhindern und stattdessen nicht nur deren Bedürfnis nach Information, sondern auch nach Aufklärung und fundierter Meinungsbildung sowie nach Orientierung und Sicherheit in einer chaotischen Welt zu befriedigen?

Über unzählige abendfüllende und manchmal auch nächtelange Diskussionen mit meinem besten Freund Marco Fischer – dem Geschäftsführer der Beratungsgesellschaft und Projektagentur die firma . experience design – kam ich zu dem Thema Storytelling in Unternehmen und zu den Fragen:

Welche neuen Erkenntnisse lassen sich gewinnen, wenn man ein Unternehmen als Erzähler einer Story mit sich selbst als Hauptprotagonisten versteht? Wie muss es sich als Hauptprotagonist entwickeln und welche Story muss es von sich erzählen, um stabile langfristige Bindungen zu seinen Kundinnen und Kunden und zu seinen Zielgruppen zu etablieren?

Die ersten Wahlerfolge der AfD nach ihrer nationalistischen Wende 2015 brachten mich zu dem Thema Storytelling in der Politik und zu den Fragen:

Mit welchen Inhalten gelingt es Parteien, die Menschen von ihrer Politik zu überzeugen? Mit welchen Storys können sie ihre Politik begründen und langfristige Identifikationsbeziehungen zu ihren Wählerinnen und Wählern aufbauen?

In einem meiner Workshops lernte ich den Verleger des MIDAS Verlags kennen, Gregory Zäch. Er fragte mich, ob ich ein Buch über Storytelling bei ihm veröffentlichen will. Im Februar 2018 ist es dann erschienen: das Storytelling-Handbuch, in dem ich die Methode des Professionellen Storytellings vorstelle und zeige, wie sie im Journalismus, in Unternehmen und in der Politik angewendet werden kann. Dieser Blog ist gewissermaßen der Blog zum Buch. Oder anders herum: Das Buch ist das Buch zum Blog. Wie man will.

Bevor ich anfing, mich mit Storytelling zu beschäftigen, arbeitete ich seit 2001 als Filmdramaturg und -Stoffentwickler, Drehbuchdozent und Autor. Bis heute (April 2018) habe ich über 250 Autorinnen und Autoren bei der Entwicklung ihrer Drehbücher beraten über 350 Dramaturgie-Seminare und -Workshops geleitet. Mein erstes Buch Fiktionales Schreiben – Geschichten erfinden, Schreiben verbessern, Kreativität steigern ist im Dezember 2006 im Emons Verlag erschienen und leider seit längerem schon vergriffen.

Mein Wissen über fiktionale Dramaturgie und meine Erfahrungen in der praktischen Drehbuchentwicklung gebe ich auf dem Dramaturgie-Blog www.filmschreiben.de weiter, den ich seit 2014 gemeinsam mit dem Drehbuchautor Arno Stallmann betreibe (dem ich darüber hinaus von ganzem Herzen für seine wertvolle Arbeit am Aufbau dieses Storytelling-Blogs danke). Im gleichen Jahr habe ich meine zweijährige berufsbegleitende Weiterbildung zum Mediendidaktiker mit Zertifikat abgeschlossen (Duisburg learning lab, Universität Duisburg-Essen).

Seit ich in meinem Studium der Philosophie, Medien- und Kommunikationswissenschaften und Germanistik (M.A.) anfing, mich mit fiktionaler Dramaturgie zu beschäftigen, ist sie meine große Leidenschaft. Und je mehr Wissen und Erfahrungen ich habe und je mehr ich sie verstehe, umso faszinierender finde ich dieses hochkomplexe Denksystem.

Doch erst durch meine Beschäftigung mit Storytelling ist mir bewusst geworden, wie wichtig das reale Geschichtenerzählen für uns Menschen ist, für unsere Identitätsentwicklung, unsere Selbstdarstellung und für die Konstitution der Gemeinschaften, denen wir angehören. Deshalb ist Storytelling für mich wichtiger geworden als die Drehbuchentwicklung für Spielfilme. Das mache ich heute zwar auch noch, allerdings nur noch nebenbei, weil Storytelling mittlerweile so viel Raum in meinem Denken und Arbeiten einnimmt.

Geboren bin ich übrigens am 29. November 1968 in Heidelberg, meine Kindheit und Jugend verbrachte ich in der schönen Vierburgenstadt Neckarsteinach im südlichsten Hessen. Nach dem Abitur führte mich mein Weg über Esslingen, Mannheim, Hamburg, Wiesbaden und Köln wieder zurück in die alte Heimat, wo ich glücklich mit meiner Familie lebe und endlich wieder Dialekt sprechen kann – und sogar verstanden werde.

  • Workshops | Beratungen | Vorträge

    Inhalt Professionelles Storytelling im Journalismus Professionelles Storytelling in Unternehmen Professionelles Storytelling in der Politik Wenn Sie Professionelles Storytelling als Erkenntnis-, Coaching-, Entwicklungs-, und / oder Gestaltungsmethode in Ihrem journalistischen Medium, Ihrem Unternehmen oder Ihrer Organisation einsetzen wollen, können Sie mich…

  • Referenzen

    Zu meinen bisherigen Auftraggebern zählen unter anderem: NZZ TV Goethe-Institut München Axel Springer Akademie ProSiebenSat 1 Media (Galileo – das ProSieben Wissensmagazin) UFA Show & Factual die firma . experience design ifs – internationale filmschule köln ARD.ZDF.Medienakademie Mediacampus Hannover Filmhaus…

  • filmschreiben.de

    Wie findet man gut Ideen für gute Geschichten? Wie entwickelt man gute Geschichten? Wie erzählt man gute Geschichten gut? Wie verkauft man gute Geschichten? Wie professionalisiert man sein Schreiben? Wie steigert man seine Kreativität? Diese Fragen beantworten seit 2014 mehrere Autorinnen und Autoren auf filmschreiben.de, einem Blog über Filmdramaturgie und Stoffentwicklung, Schreiben und Kreativität, Drehbuchbranche und Filmpolitik.

  • Fiktionales Schreiben

    Um ein Drehbuch, einen Roman oder eine Kurzgeschichte zu verfassen, muss man schreiben können, kreativ sein und wissen, wie man eine Geschichte entwickelt. Fiktionales Schreiben widmet sich diesen drei grundlegenden Voraussetzungen des Geschichtenerzählens: Schreib-, Kreativ- und Erzähltalent.

  • Der Storytelling-Blog

    Wie identifiziert man relevante Themen? Wie entwickelt man relevante Inhalte zu diesen Themen? Und wie erzählt man diese Inhalte als eine Story, die das Interesse der Menschen weckt und ihre Bedürfnisse befriedigt? Auf diese Fragen gibt der Storytelling-Blog eine Antwort: mit Professionellem Storytelling. Er ist die Ergänzung und Weiterführung meines Storytelling-Handbuchs.